
Installation des Modells während des G8-Gipfels. Kunstverein Roter Pavillon Bad Doberan, 2007.
Eine »traurige Karikatur« über Terrorismus als Folge der zeitgeistigen Praxis und Vermittlung von Globalisierung, sowie den daraus resultierenden Konsequenzen für den Wertekanon unserer westliche Kultur.
Zitat über »Sinnliche Kollaboration« aus der Documenta 12 Kampagne:
»Grundsätzlich steht die Frage im Raum, wie wir als Gesellschaft, und nicht nur als lokale oder nationale, sondern tatsächlich als globale Gesellschaft einen Raum miteinander teilen und in der lage sind, uns selbst Werte zu geben. Das ist ein Raum der Verhandlung, den eine Ausstellung öffnen kann, wenn sie sich nicht nur als Vitrine, sondern als Medium selbst versteht.«
Ein Zitat aus dem allüberall ausliegenden Leporello der Documenta 12 Kampagne zum Anlass und das von den Kuratoren in der Presse propagierte Prinzip der Gesprächsrunde unter den Bäumen wörtlich nehmend, erlauben sich die Künstler Til Faber und Marc W1353L an zwei öffentlichen Orten ein kritisches Gespräch über unser Zeitgeschehen zu assoziieren und mit haptischer Installation und virtueller Begleitung formal zu eröffnen – im Wortsinne künstlerisch »vom Zaun zu brechen«. Anlässlich der zeitlichen und räumlichen Überschneidung von je einem politischen und einem musealen Großereignis im gleichen Monat und Land wird zeitgleich die selbe Installation an beiden Orten – G8-Gipfel, Bad Doberan/ Heiligendamm und Documenta 12, Kassel – im öffentlichen Raum gezeigt.
»Eine politische Ausstellung, wie ich sie verstehe, soll den Besucherinnen und Besuchern das Gefühl geben, über die Ausstellung teil der kompositorischen Aktivität des Weltmachens zu sein: also für die Welt, in der wir leben, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Zu wissen, dass man Gestaltungsspielraum hat und diesen auch in Anspruch zu nehmen.«
Im Rahmen einer dreiteiligen Raum- und Textinstallation wird der G8-Gipfel – als Symbol einer zweifelhaften politischen Kommunikationsform -, die Ereignisse des elften Septembers 2001 sowie die allgemeine Angst vor möglichen Anschlägen – welche weltweit zu einer Verschärfung der Gesetze und Beschneidung unserer durch die Aufklärung gewonnen Freiheit führen – künstlerisch verknüpft und kritisch »durchleuchtet«.

















