EXHIBITION ENTERPRISE präsentiert
Helmut Frotz – ehemaliger Leiter des Kunstvereins Rhein-Sieg – spricht in seinem Vorwort zum Katalog »Til Faber & Marc W1353l: 24h – Temporäre Pilgerorte« über die beiden Künstler und ihre Arbeitsweise.

Der Erste Teil dieser Reihe entstand spontan während eines Cafe-Gespräches und markierte den Beginn einer intensiven Auseinandersetzung der zwei Künstler mit ihren unterschiedlichen Arbeitsweisen und Werken. Die resultierende Installation war ein Dialog über Raum, Zeit und dem Gefühl des Unbehagens gegenüber der modernen Welt und bestand zunächst aus einer Kombination verschiedener Arbeiten der Künstler.

Eine räumliche Auseinandersetzung mit den Gefühlen Demut (Zorn) und Hoffnung im Rahmen einer über mehrere Geschosse und Gebäudeteile miteinander verknüpften Gesamtinstallation. Entwickelt wurde sie für den Kunstverein Rhein Sieg und die Räumlichkeiten des Pumpwerks in Siegburg.

»Exhibition(ed) Guest(s) – Temporäre Pilgerorte« ist eine Auseinandersetzung mit der Eventkultur. Die menschliche Skulptur des »Exhibitioned Guest« wird an Orten, welche durch die Medien und die Anwesenheit der Besucher zu temporären Pilgerorten verklärter Ereignisse werden, als Beobachter positioniert und seine Anwesenheit symbolischen Wartens dokumentiert.

»Staffelstab der Erinnerung« ist eine Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur und der möglichen Verantwortung einer Täter-Enkel-Generation angesichts der Tatsache, Überlebende des Holocaust/ der Shoah in naher Zukunft nicht mehr als lebende Zeugen befragen zu können.

Eine »traurige Karikatur« über Terrorismus als Folge der zeitgeistigen Praxis und Vermittlung von Globalisierung, sowie den daraus resultierenden Konsequenzen für den Wertekanon unserer westliche Kultur.
Im Rahmen einer dreiteiligen Raum- und Textinstallation wird der G8-Gipfel – als Symbol einer zweifelhaften politischen Kommunikationsform -, die Ereignisse des elften Septembers 2001 sowie die allgemeine Angst vor möglichen Anschlägen – welche weltweit zu einer Verschärfung der Gesetze und Beschneidung unserer durch die Aufklärung gewonnen Freiheit führen – künstlerisch verknüpft und kritisch »durchleuchtet«.